Was sind die Grundkonzepte des hyperkonvergenten Infrastrukturmodells?

Unternehmenstechnologie erlebt von Zeit zu Zeit grundlegende Umwälzungen, wenn neue Modelle zur Erfüllung veränderter geschäftlicher Anforderungen entwickelt werden. In diesem Kapitel geht es um hyperkonvergente Infrastruktur, in der eine Reihe von Entwicklungen zusammenfließen, welche spezifische Vorteile für moderne Unternehmen bieten.

Was ist Hyperkonvergenz? Allgemein ausgedrückt ist Hyperkonvergenz ein Ansatz zur Bereitstellung Cloud-ähnlicher Wirtschaftlichkeit und Größe ohne Beeinträchtigung der Leistung, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit in Ihrem eigenen Rechenzentrum. Hyperkonvergente Infrastruktur bietet bedeutende Vorteile:

  • Elastizität: Hyperkonvergenz vereinfacht die bedarfsgerechte Skalierung von Ressourcen für die geschäftlichen Anforderungen.
  • Schwerpunkt auf VM: Eine Fokussierung auf die virtuelle Maschine (VM) oder Arbeitslast als Eckpfeiler der Unternehmens-IT, wobei einzelne VMs im Mittelpunkt aller unterstützenden Strukturen stehen.
  • Datensicherheit: Die Gewährleistung der Datenwiederherstellung nach Verlust oder Beschädigung ist eine grundlegende Anforderung an die IT und wird durch hyperkonvergente Infrastruktur deutlich vereinfacht.
  • VM-Mobilität: Hyperkonvergenz ermöglicht eine erhöhte Mobilität von Anwendungen/Arbeitslasten.
  • Hohe Verfügbarkeit: Mit Hyperkonvergenz lässt sich eine höhere Verfügbarkeit erzielen als mit bestehenden Systemen.
  • Dateneffizienz: Hyperkonvergente Infrastruktur reduziert die Anforderungen an Speicher, Bandbreite und IOPS.
  • Kosteneffizienz: Hyperkonvergente Infrastruktur bietet der IT ein nachhaltiges, schrittbasiertes und verschwendungsfreies Wirtschaftsmodell.

Der Trend zur Konvergenz, der den Markt in den letzten Jahren geprägt hat, gipfelt in der Hyperkonvergenz. Konvergenz ist zur Vereinfachung der zunehmend komplexen Rechenzentren konzipiert.

Hyperkonvergente Strukturen

Es gibt viele Formen der Konvergenz. In ihrer Grundform führt Konvergenz bestehende individuelle Speicher-, Rechen- und Network-Switching-Produkte in einer einzelnen vorab getesteten, validierten Lösung zusammen. Diese Ebene der Konvergenz vereinfacht lediglich den Beschaffungs- und Upgrade-Zyklus. Sie lässt die laufenden betrieblichen Herausforderungen außer Acht, die sich durch die zunehmende Virtualisierung stellen.  Sie erfordert weiterhin die Erstellung von LUNs, die Beschaffung und die Konfiguration von WAN-Optimierern sowie den Kauf und die Wartung der Backup- und Replikationsprodukte von Drittanbietern.

Hyperkonvergenz ist ein grundlegender neuer Ansatz für alle Dienste im Rechenzentrum. Der Schwerpunkt auf der virtuellen Maschine oder Arbeitslast bedeutet, dass alle Elemente der hyperkonvergenten Infrastruktur die VM als grundlegende Struktur des Rechenzentrums unterstützen.

Daraus ergeben sich beträchtliche Vorteile wie geringere Investitionskosten aufgrund der preisgünstigeren Infrastruktur, Senkung der Betriebskosten durch geringeren Personalbedarf sowie kürzere Amortisierungszeiten bei neuen geschäftlichen Anforderungen. Aus technischer Sicht können die neuen Infrastrukturtechniker – Mitarbeiter mit breit gefächerten Kenntnissen der Infrastruktur und der geschäftlichen Anforderungen – hyperkonvergente Infrastruktur problemlos unterstützen. Unternehmen benötigen somit keine separaten Expertenteams für die einzelnen Aspekte des Rechenzentrums mehr. Um Hyperkonvergenz zu verstehen, müssen Sie die Trends kennen, die zu diesem Entwicklungssprung der Branche geführt haben. Dazu zählen virtualisierungsbedingte Problemstellungen, der Aufstieg des Software-definierten Rechenzentrums und die Cloud.